Projektrisiken

Projektrisiken sind in der Praxis allgegenwärtig. Ein Projekt ist ein Vorhaben, das wesentlich durch seine Einmaligkeit gekennzeichnet ist. Kritische Bedingungen eines Projektes sind die Zielvorgaben und die zeitlichen Bestimmungen. Solche engen Bedingungen sind aber auch die finanziellen oder personellen Vorgaben. Projekte können jedoch immer noch andere Bedingungen haben, je nach der fachlichen oder inhaltlichen Ausprägung eines Projektes. Eine weitere Bedingung ist, dass ein Projekt auch immer eine eigene Organisation fordert, die von der Linie abweicht. Wenn Projekte sich durch Einmaligkeit auszeichnen, haben sie immer auch den Charakter einer Innovation. Die Zusammenarbeit ist oft interdisziplinär und vorwiegend nutzt man die Teamarbeit.

Definition Projektrisiken

Als Risiko im unternehmerischen Kontext versteht man Ereignisse mit dem Zusammenspiel von Eintrittswahrscheinlichkeiten und dem Ausmaß der entstehenden Konsequenzen.

Aufgrund der Neuheit, der Einzigartigkeit und der Komplexität kann man den Verlauf von Projekten besonders schwer einschätzen. Somit bestehen besondere Unsicherheiten, die Projektrisiken darstellen.

Beispiele für Projektrisiken

Im Verlauf von Projekten kann sich herausstellen, dass die Kompetenz für die Ausführung ganz oder teilweise fehlt. Ein weiteres Beispiel ist, wenn man die Ressourcen zu gering angesetzt hat. Dies können beispielsweise Mitarbeiter, Maschinen sowie die Flächen- oder Raumkapazitäten betreffen. Es können jedoch auch die Budgets zu gering angesetzt sein. Wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten, können diese sich auf die Termine auswirken. Wenn die Faktoren Material, Mitarbeiter, Maschinen, Methoden und Verfahren nicht geeignet und angemessen sind, entsteht ein Qualitätsrisiko. Häufig kommt es vor, dass Konflikte innerhalb eines Projektteams entstehen.

Umgang mit Projektrisiken

Wenn man bereits zu Beginn eines Projektes die möglichen Risiken benannt hat und diese im Blick behält, kann man Strategien für den Umgang mit Projektrisiken festlegen. Indem man bereits zu Beginn Maßnahmen ergreift, kann man die Eintrittswahrscheinlichkeit oder die Auswirkungen von Ereignissen abschwächen. Oft geht es nur darum, Ereignisse früh genug zu erkennen und durch eine gezielte Vorbereitung ein schnelles Handeln zu ermöglichen.

Zum professionellen Umgang mit Projektrisiken gehört es, dass man noch in der Projektplanung die möglichen Risiken auflistet und diese bewertet. Dazu gehören folgende Fragestellungen:

  • Wie wahrscheinlich ist das Eintreten jedes einzelnen der aufgelisteten Risiken
  • Was sind die Auswirkungen, wenn die risikobehafteten Ereignisse eintreten
  • Mit welchen Maßnahmen kann man die Eintrittswahrscheinlichkeit reduzieren
  • Sind Vorbereitungen möglich, mit denen man die Auswirkungen eines Ereignisses abschwächen kann

Gesetzliche und formelle Anforderungen für Risiken in Unternehmen

Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz in Unternehmen (KonTraG, 1988) hat einen wesentlichen Einfluss auf das Risikomanagementsystem in einem Unternehmen. Man kann die folgenden Punkte besonders hervorheben:

Ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung von fortbestandsgefährdenden Risiken einrichten

vgl. hierzu (§43 I, II GmbHG)

Berichterstattung über Risiken im Lagebericht
auch: (§ 289 I HGB)

Pflicht zur Prüfung der zutreffenden Darstellung der Risikosituation
(§317 II HGB)

KonTraG https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=//*%5B@attr_id=%27bgbl198s0786.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl198s0786.pdf%27%5D__1595777683015

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